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Verlauf der demographischen Alterung

Deutschlands Bevölkerung altert bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. In den nächsten zwei Jahrzehnten wird sich dieser Prozess jedoch stark beschleunigen. Während der Jugendanteil (unter 20 Jahre) 1871 noch bei 43 % lag, sank er bis 2006 auf 20 % ab. Bis 2050 wird dieser Anteil auf 15 % zurückgehen. Der Anteil der älteren Bevölkerung ab 65 Jahre hat sich zwischen 1871 und 2006 von 5 % auf 20 % vervierfacht. Bis zur Jahrhundertmitte werden voraussichtlich gut 33 % der Bevölkerung 65 Jahre und älter sein. Damit hätte sich der Anteil der Alten in 180 Jahren mehr als versechsfacht.

Entwicklung der Altersgruppen zwischen 1871 und 2050

Stärkster Anstieg bei den Hochbetagten

Die Alterung wird in Zukunft von den Hochbetagten (80 Jahre und älter) dominiert. Dies ist nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil vor allem diese Altersgruppe Hilfe- und Pflegeleistungen in Anspruch nehmen muss. Während 1871 weniger als 1 % der Bevölkerung in Deutschland älter als 80 Jahre war, so waren es 2006 bereits 5 %. Bis 2050 wird sich ihr Anteil nochmals verdreifachen. Dann wäre der Anteil der über 80-Jährigen genau so hoch wie der der unter 20-Jährigen. Die Hochbetagten sind die einzige Altersgruppe, die bis 2050 im Bestand noch nennenswert anwachsen wird.


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