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Alternde Gesellschaften

Internationale Vergleichsstudie zur Alterung

"Chancen erkennen und nutzen" – das ist der Titel einer internationalen Vergleichsstudie, die von Wissenschaftlern des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung durchgeführt wurde. Darin werden die Chancen alternder Gesellschaften aus zehn verschiedenen Ländern untersucht. Auftraggeber der Studie war das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Studie vergleicht durch die Auswertung internationaler Surveys und Datenquellen die ökonomische und gesundheitliche Situation älterer Menschen in neun verschiedenen europäischen Ländern (Deutschland, Italien, Finnland, Schweiz, Schweden, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Norwegen) und Japan. Besondere Berücksichtigung fanden dabei gesellschaftliche Einflussfaktoren wie die Erwerbsbeteiligung, der Grad der Mobilität, der Bildungsstand, die Wohnsituation oder das Freizeitverhalten. Mit der Studie soll aufgezeigt werden, wie einzelne industrialisierte Länder die Potenziale einer alternden Gesellschaft nutzen bzw. nutzen können. Hierfür wird das Konzept des aktiven Alterns ("active ageing") in den Vordergrund gestellt. Dieses umfasst die Verbesserung oder Ausweitung der Teilhabe Älterer an den Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Darüber hinaus stellt die Untersuchung ausgewählte Programme und positive Beispiele ("good practice") verschiedener Länder vor, die für Initiativen in Deutschland möglicherweise Vorbildcharakter haben können.

Datengrundlage bildeten Materialien der Vereinten Nationen, des Europarates, von Eurostat, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der International Labour Organisation (ILO), der World Health Organisation (WHO, Europäische Sektion), der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehemals VDR) sowie des Eurobarometers. Das Gutachten wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben und vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung erstellt. An der Untersuchung mitgewirkt haben die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Ralf Mai, Frank Micheel, Robert Naderi und Dr. Juliane Roloff.

Die Studie steht auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Download bereit.


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