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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung


Universitätsstädte bei jungen Frauen besonders attraktiv

Städte mit Universitäten und Hochschulen profitieren in besonderer Weise vom Zuzug junger Frauen. Dies belegt eine Auswertung der Geschlechterproportion. Demnach zieht es Frauen zwischen 18 und 29 Jahren bevorzugt in Städte mit einem universitären Umfeld. In Heidelberg beispielsweise kommen auf 100 Männer in diesem Alter rund 127 gleichaltrige Frauen. Auch Mainz (121) und Würzburg (120) verfügen über deutliche Frauenüberschüsse. Hochschulstandorte mit einem Männerüberschuss in dieser Altersgruppe sind hingegen selten.

Den ungleichen Geschlechterproportionen liegt ein unterschiedliches Wanderungsverhalten zugrunde. Junge Frauen zeigen sich bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einem Arbeitsplatz wesentlich flexibler als ihre männlichen Geschlechtsgenossen. Gleichaltrige Männer sind hingegen weniger bereit, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen. Besonders mobil sind Frauen aus den neuen Bundesländern. Die Abwanderung vieler 18- bis 29-Jähriger hat dazu geführt, dass weite Teile Ostdeutschlands einen Mangel an jungen Frauen aufweisen (siehe Karte). Dieser hat unmittelbare Folgen für die weitere Bevölkerungsentwicklung, weil durch den Wegzug der Frauen die Zahl künftiger Geburten weiter zurückgehen wird.

Städte und Landkreise mit den größten Frauenüberschüssen FrauenMänner
1.HeidelbergBaden-Württemberg127,9100
2.MainzRheinland-Pfalz 120,9100
3.WürzburgBayern120,1100
4.Freiburg i. Br.Baden-Württemberg 119,2100
5.Bamberg Bayern119,1100

Städte und Landkreise mit den größten MännerüberschüssenFrauenMänner
1.Landkreis ParchimMecklenburg-Vorpommern 77,0100
2.AachenNordrhein-Westfalen77,5100
3.Landkreis Spree-NeißeBrandenburg78,4100
4.Altmarkkreis SalzwedelSachsen-Anhalt78,5100
5.Landkreis Mecklenburg-StrelitzMecklenburg-Vorpommern78,6100

(Geschlechterverhältnis der 18- bis unter 30-Jährigen)
Datenquelle: GENESIS-Online Datenbank Statistisches Bundesamt, Stand: 31.12.2008

Diese Grafik zeigt die Geschlechterproportion der 18- bis unter 30-Jährigen auf Kreisebene in Deutschland


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