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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung


Einstellung zur außerhäuslichen Kinderbetreuung

Zustimmung zur These: „Ein Vorschulkind wird darunter leiden, wenn seine Mutter arbeitet“

Mehr als die Hälfte (54 %) aller Westdeutschen glaubt, dass Vorschulkinder unter der Berufstätigkeit ihrer Mütter leiden. Dahingegen ist es in den neuen Bundesländern nicht einmal jeder Vierte (22 %). Dies ist das Ergebnis einer Erhebung, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung unter mehr als 10.000 Befragten durchgeführt hat. Diese Zahlen offenbaren erhebliche Einstellungsunterschiede in West- und Ostdeutschland zur außerhäuslichen Kinderbetreuung.

Die Ursachen dafür liegen in den unterschiedlichen Erfahrungen und Verhaltensweisen der Vergangenheit begründet: Während es für die Eltern in Ostdeutschland lange Zeit Normalität war, Elternschaft und Beruf zu vereinbaren und damit die Kinder außerhäuslich betreuen zu lassen, war im Westen das sogenannte „Vater-Ernährer-Modell“ vorherrschend. In diesem Rollenbild sind Frauen sowohl für die Kinderbetreuung als auch für die Haushaltsführung verantwortlich. Dementsprechend wird angenommen, dass Vorschulkinder unter der Erwerbstätigkeit ihrer Mutter leiden.

Bei den jüngeren Westdeutschen zeigt sich allerdings ein Aufbrechen dieses Denkmusters: Während 64 % der über 50-Jährigen negative Folgen für die Kinder annehmen, wenn die Mutter erwerbstätig ist, so sind es bei den 30- bis 49-Jährigen nur noch 49 %. Noch niedriger ist der Wert bei Personen unter 30 Jahren (45 %). In den neuen Bundesländern verharrt die Akzeptanz der außerhäuslichen Kinderbetreuung hingegen auf einem vergleichsweise hohen Niveau.


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