Workshop: Lebensformen in Krisenzeiten
- Erscheinungsdatum
- 20.05.2010

In Zeiten, in denen sich individuelle und gesellschaftliche Krisen zu häufen scheinen, stellt sich die Frage, wie sich solche Krisen auf die Wahl von Familien- und anderen Lebensformen sowie auf die Gestaltung des Prozesses der Familienentwicklung auswirken. Für eine wissenschaftliche Diskussion zu dieser Thematik lud das BiB am 18. und 19. März 2010 zu einem Workshop in Mainz mit dem Thema „Lebensformen in Krisenzeiten“. Im Rahmen des zweitägigen Workshops wurden verschiedene Aspekte zur Ausgangsfragestellung aufgegriffen, die in fünf Themenblöcken behandelt wurden. Insgesamt lassen sich folgende Erkenntnisse aus den Vorträgen und Diskussionen des Workshops festhalten:
- Krisensituationen wie Arbeitslosigkeit haben Auswirkungen auf das familiäre Wohlbefinden und damit auf die Fertilitätsentscheidung.
- Je nach sozioökonomischer bzw. -demografischer Situation differiert die Art der Fertilitätsentscheidung: Kinderbekommen als „Ausweg“ aus prekärer Lage, Aufschub des Kinderbekommens bzw. der Entscheidung darüber.
- Änderungen in der Struktur von Arbeit durch ein Mehr an Flexibilität und Mobilität führen zum Aufbrechen traditionellen familiären Verhaltens.
- Obwohl mittlerweile die Alterung der Belegschaften von Unternehmen als „Problem“ erkannt wird, mangelt es nach wie vor an adäquaten Umsetzungen zum Eingehen auf den demografischen Wandel auf der betrieblichen Ebene.
- Eine angeregte Wiederholung des Workshops unter gleichem Titel im Jahr 2020 erscheint sinnvoll, um mit den dann vorhandenen Daten aus und nach der Krise eine ex-post-Analyse der „Lebensformen in Krisenzeiten“ durchzuführen und die gewonnenen Erkenntnisse weiter zu validieren.
Eine ausführliche thematische Zusammenfassung des Workshops ist in Heft 03/2010 von Bevölkerungsforschung Aktuell erschienen.
Den thematischen Ablauf des Workshops können Sie dem beigefügten Programm entnehmen, die einzelnen Beiträge sind in der untenstehenden Liste aufgeführt.
Präsentationen:
