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BiB Working Paper 1/2014

Datum 17.03.2014

Migrationshintergrund, soziale Ungleichheit oder Bildungspolitik: Wodurch lassen sich Bildungsdifferenzen erklären?

von Pia Debuschewitz und Martin Bujard

Infolge der PISA-Studien ist die Bildungsforschung in den öffentlichen Fokus gerückt, wobei sich die Bewertung der Bildungsunterschiede stark unterscheidet: Häufig werden singulär Migrantengruppen, soziale Ungleichheit oder die Bildungspolitik als Ursache genannt. Da Migrationshintergrund und soziale Ungleichheit korrelieren, stellt sich gerade in einem Einwanderungsland wie Deutschland die Frage nach dem kausalen Mechanismus. Ziel der Studie ist es, die relative Erklärungskraft dieser Faktoren und ihr Zusammenspiel mit empirischen Analysen zu identifizieren. Anhand der PISA-Studie von 2006 werden Determinanten der naturwissenschaftlichen Kompetenz in Deutschland analysiert. Es wird gezeigt, dass Migrationshintergrund und soziale Schicht nicht nur jeweils einen eigenen Effekt auf das Kompetenzniveau haben, sondern sich zusätzlich gemeinsam verstärken. Ferner werden erhebliche regionale Disparitäten aufgezeigt, die aus datenspezifischen Gründen häufig ausgeblendet werden. Die Analysen unterstreichen die immense Bedeutung des Forschungsdesigns für empirische Befunde und davon abgeleitete politische Implikationen.

URN: urn:nbn:de:bib-wp-2014-011

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