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Rasanter demografischer Wandel in Deutschland und Japan

Datum 28.07.2015 14:00 Uhr

Trotz grundlegender sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Unterschiede weisen Deutschland und Japan im Hinblick auf den demografischen Wandel viele Ähnlichkeiten auf. So stagniert die Fertilität in beiden Ländern auf niedrigem Niveau, während zugleich die demografische Alterung auch dank einer steigenden Lebenserwartung zunimmt. Obwohl es viele Übereinstimmungen bei der demografischen Entwicklung gibt, lassen sich auch gravierende Unterschiede zwischen der Situation und den Bewältigungsstrategien in beiden Ländern ausmachen, die mit dazu führen, dass Japan noch schneller schrumpft und vergreist. Ein entscheidender Punkt liegt dabei im unterschiedlichen Umgang mit der Zuwanderung, wie Jürgen Dorbritz und Gabriele Vogt in der neuen Ausgabe von Bevölkerungsforschung Aktuell zeigen.

Demnach wird Zuwanderung als Ansatz zur Minderung der Folgen des demografischen Wandels in Japan nicht akzeptiert, während dies in Deutschland sehr wohl diskutiert wird. Die Frage, ob Deutschland von den Erfahrungen des rascher voranschreitenden Wandels in Japan profitieren kann, wird allerdings kritisch betrachtet.
Im zweiten Beitrag der neuen Ausgabe widmet sich Anton Peez der weiteren Entwicklung der Milleniumsziele (Millenium Development Goals) der Vereinten Nationen, die im September 2015 durch die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) abgelöst werden sollen. Er zieht eine kritische Bilanz der im Jahr 2000 gestarteten Milleniumsziele und gibt einen Ausblick auf die Probleme und Chancen der neuen Agenda, in deren Mittelpunkt die Nachhaltigkeit steht.

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