Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Lebensformen junger Menschen in Deutschland

Datum 14.06.2017

Die Formen des Zusammenlebens der Menschen haben sich verändert. Dies hat auch Folgen für die Lebensumstände der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Immer wenige junge Menschen verfolgen den traditionellen Lebensweg vom Schulabschluss bis zur Bildung einer Partnerschaft und der Geburt des ersten Kindes. Damit ist vor allem in den Industrieländern seit geraumer Zeit eine zunehmende Heterogenität in der Lebensgestaltung der jungen Erwachsenen zu erkennen. Wie sehr sich die Lebensformen junger Menschen verändert haben und welche Unterschiede sich zwischen West- und Ostdeutschland erkennen lassen, analysiert Dr. Evelyn Grünheid in einem Beitrag der neuen Ausgabe von Bevölkerungsforschung Aktuell.

Darin betrachtet sie die Entwicklung des Auszugs junger Menschen aus dem Elternhaus und die Wahl ihrer Lebensformen, nachdem sie das Elternhaus verlassen haben. Es zeigt sich, dass sowohl der Zeitpunkt des Auszugs als auch die danach gelebten Lebensformen historischen Veränderungen unterliegen. Deutlich wird, dass der traditionelle Lebensweg durch eine Vielzahl von Entwicklungspfaden abgelöst wurde, an deren Ende nicht unbedingt die Gründung einer Familie stehen muss.

Darüber hinaus stellt Dr. Uta Brehm vom BiB in einem Interview die Forschungsergebnisse ihrer Dissertation vor. Sie hat sich darin mit den Verhaltensweisen von Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf befasst. Dabei benennt sie auch Forschungslücken und wirft einen kritischen Blick auf Teilzeitbeschäftigung als viel genutzte Option von Müttern und Vätern.

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2017