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Geschwisterleitbilder in Deutschland

Datum 24.04.2017 00:00 Uhr

Die Zwei-Kind-Familie stellt hierzulande und auch in Europa nach wie vor die am weitesten verbreitete Lebensform mit Kindern dar. Für eine nachhaltige Erhöhung der Geburtenrate wäre allerdings eine Zunahme der Familien mit mindestens drei Kindern nötig. Dr. Sabine Diabaté und Kerstin Ruckdeschel stellen daher in einem Beitrag der neuen Ausgabe von Bevölkerungsforschung Aktuell die Frage, wie sehr sich die Zwei-Kind-Norm in den Köpfen verfestigt hat und untersuchen das Geschwisterleitbild in Deutschland als eine Erscheinungsform dieser Norm.

Auf der Grundlage von Analysen der zweiten Welle der BiB-Studie zu „Familienleitbildern in Deutschland“ nähern sie sich dem Phänomen der Zwei-Kind-Norm über die Vorstellungen zur idealen Geschwisterkonstellation. Sie erstellen eine Typologie der Geschwisterleitbilder und zeigen, dass das vorherrschende Geschwisterleitbild von zwei Geschwistern zu einer Verfestigung der Dominanz der Zwei-Kind-Familie führt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass durch das Vorhandensein dieses Leitbildes eine Erhöhung der Geburtenzahlen durch mehr Einzelkinder erschwert wird, da sie ein schlechtes Image haben. Damit wird zugleich auch die Zunahme von Familien mit drei oder mehr Kindern erschwert, vor allem wenn bereits bei zwei Kindern beide Geschlechter vertreten sind.

Ohne Bildung keine Zukunft – Umfrage zur Demografiepolitik der Bundesregierung

In einem zweiten Beitrag stellen Yvonne Eich, Caroline Vestweber und Magdalena Schlenk Ergebnisse einer Online-Umfrage des Demografieportals des Bundes und der Länder zu den demografiepolitischen Maßnahmen und Handlungsfeldern der Bundesregierung vor. Ihre Auswertungen zeigen, dass die Bereiche Bildung, soziale Sicherung im Alter und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als wichtigste Handlungsfelder gesehen werden. Dazu präsentieren sie auch Erwartungen der Befragten an eine künftige Demografiepolitik.

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