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Neu in Deutschland – Soziodemografische Merkmale von Zuwanderern

Datum 13.04.2016

Im Jahr 2015 wurde der höchste jemals gemessene Wanderungsüberschuss von Ausländerinnen und Ausländern in Deutschland verzeichnet. Neben Zuwanderern aus der Europäischen Union sowie Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Drittstaaten migrierten zuletzt auch verstärkt Schutzsuchende aus Kriegs- und Krisenländern. Dabei bestimmt vor allem diese letzte Gruppe die politische und öffentliche Debatte. In einem Beitrag für die neue Ausgabe von Bevölkerungs­forschung Aktuell untersuchen Lenore Sauer, Jürgen Dorbritz, Andreas Ette und Susanne Stedtfeld vom BiB auf der Grundlage des Mikrozensus 2014 zentrale soziodemografische Merkmale der Neuzuwanderer.

Im Fokus stehen die Merkmale Alter und Geschlecht, Haushalte und Lebensformen sowie die Qualifikationsstruktur und Erwerbstätigkeit.

Ihre Resultate zeigen unter anderem, dass zwei Drittel der Neuzuwanderergruppe aus meist jüngeren und alleinstehenden Männern und ein Drittel Frauen besteht. Zudem verfügt ein großer Anteil über eine niedrige Bildungsstufe, wobei sich besonders bei den Frauen eine starke Polarisierung zwischen Hoch- und Niedriggebildeten nachweisen lässt.

In einem zweiten Beitrag der neuen Ausgabe analysieren Sabine Diabaté, Samira Beringer und Yannick Garcia Ritz vom BiB die Familienleitbilder von Personen mit türkischem und ohne Migrationshintergrund in Deutschland mit Blick auf die Frage, ob und inwieweit sie sich unterscheiden. Ihre Ergebnisse belegen durchaus Unterschiede. Allerdings sind diese oftmals nicht so groß wie gedacht.

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