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Varianten der Rushhour des Lebens

Datum 05.02.2016

Für viele Menschen verdichten sich im Alter zwischen 25 und 45 Jahren zentrale Lebensentscheidungen. Nach einer langen qualifizierten Ausbildung gilt es sich im Beruf zu etablieren und zugleich um Partnerschaft und Familie zu kümmern. Zur Analyse dieses Zeitabschnitts im Lebensverlauf hat sich in der Familienpolitik und -forschung der Begriff „Rushhour des Lebens“ etabliert. In einem Beitrag für die neue Ausgabe von „Bevölkerungsforschung Aktuell“ untersuchen Martin Bujard und Ralina Panova vom BiB die Ursachen dieses Phänomens und schlagen eine Differenzierung vor.

Demnach gibt es zwei Varianten der Rushhour des Lebens: eine Rushhour von Lebensentscheidungen, die vor allem Akademiker betrifft, und eine Rushhour im Familienzyklus bei Familien mit kleinen Kindern. Hier tritt eine hohe Arbeitsbelastung auf, wenn häusliche und berufliche Arbeit zugleich bewältigt werden müssen. Um hier Entlastung zu schaffen, muss es vor allem darum gehen, beide Varianten der Rushhour zu entzerren, wobei hier Politik, Wirtschaft und Eltern jeweils dazu beitragen können.

In einem zweiten Beitrag werfen Detlev Lück, Ralina Panova, Robert Naderi und Martin Bujard einen differenzierten Blick auf das Geburtengeschehen in Deutschland. Auf der Suche nach wissenschaftlichen Erklärungen für das Geburtenverhalten in Deutschland betrachten sie unter anderem auf der Basis des BiB-Projekts zu „Kinderlosigkeit und Kinderreichtum“ eben diese beiden Phänomene getrennt: zum einen die Entwicklung und Verbreitung von Kinderlosigkeit und zum anderen die von Kinderreichtum. Außerdem diskutieren sie jeweils die mutmaßlichen Ursachen für den Rückgang kinderreicher Familien.

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