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Geschlecht als Effekt und Motor des demografischen Wandels

Datum 18.10.2017

Demografischer Wandel und Geschlecht stehen in einer engen und vielschichtigen Verbindung zueinander. Worin diese besteht, zeigen Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Institutsdirektor des BiB, und BiB-Wissenschaftler Tim Aevermann.

Im Hinblick auf die demografischen Grundprozesse (Fertilität, Migration, Mortalität) bestehen relevante Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die oftmals entlang der Lebensspanne nach Art und Intensität variieren. Es wird angenommen, dass Geschlechterverteilungen und -handeln Einfluss auf die demografische Entwicklung nehmen und ihrerseits durch den demografischen Wandel beeinflusst werden.

Dabei ist festzustellen, dass die große Bedeutung des Geschlechts für die Demografie je nach betrachteter Lebensphase deutlich differiert. Anhand von einigen empirischen Zusammenhängen zwischen Geschlecht und Demografie wird das Ziel verfolgt, beispielhaft Forschungsfelder an der Schnittstelle beider Gebiete zu markieren, die für eine weitere wissenschaftliche Beschäftigung sinnvoll sein können. Damit liefern die Verfasser zugleich ein Plädoyer für verstärkte Forschungsaktivitäten bei der Untersuchung der empirischen Zusammenhänge beider Bereiche.

Norbert F. Schneider, Tim Aevermann (2017): Demografie: Geschlecht als Effekt und Motor des demografischen Wandels. In: Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.): Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Springer Fachmedien Wiesbaden 2017: 2-11

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