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Familienleitbilder junger Menschen und Parteipositionen zur Familienpolitik

Datum 24.07.2017

Inwieweit die Einstellungen junger Familien und die Parteiprogramme im Wahljahr 2017 zusammenpassen, beleuchtet Dr. Martin Bujard vom BiB in einem Beitrag für die Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“.

Die Bedeutung der Familienpolitik hat in den letzten Jahren zugenommen. Mitverantwortlich dafür ist ein fundamentaler Wandel in den Einstellungen zu Rollen von Müttern und Vätern. Auf der Basis von Befunden aus der zweiten Welle des Familienleitbildsurveys des BiB macht der Artikel zunächst die Veränderungen in der Einstellung der jungen Generation zur Familie und zur Vater- und Mutterrolle deutlich.

Demnach wird das Hausfrauenmodell nur noch von einer kleinen Minderheit als ideal angesehen. Dazu befürworten fast alle ein flexibles Zweiverdienermodell, das gerade Eltern mit Kleinkindern genug Zeit für die Erziehung lässt. Zudem gibt es bei den meisten jungen Vätern einen deutlichen Wunsch nach einer aktiven Vaterrolle.

Partnerschaftlichkeit und Wahlfreiheit als zentrale Parteipositionen zur Familienpolitik

Mit welchen familienpolitischen Themen sich die politischen Parteien im Wahljahr positioniert haben, untersucht der Beitrag in einem zweiten Teil. Hier wird deutlich, dass es zwar viele Überschneidungen zwischen den im Bundestag vertretenen Parteien gibt – etwa bei der Elternzeit, der Väterzeit und der Definition von Familie. Allerdings existieren konzeptionelle Unterschiede zwischen den Volksparteien: Die SPD betonen Partnerschaftlichkeit als zentrales Leitmotiv, die CDU/CSU Wahlfreiheit. Abschließend analysiert der Beitrag, inwieweit die Parteiprogramme zu den Familienleitbildern der jungen Generation passen.

Martin Bujard (2017): Wie passt das zusammen? Familienleitbilder junger Menschen und Parteipositionen zur Familienpolitik. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, 3: 9-15

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