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Datensatz und Datendokumentation zur Studie „Job Mobilities and Family Lives in Europe“ veröffentlicht

Datum 08.11.2016

Die Längsschnittdaten der zweiten Welle des vom BiB koordinierten SurveysJob Mobilities and Family Lives in Europe – Modern Mobile Living and its Relation to Quality of Life” (JobMob) stehen ab sofort interessierten Wissenschaftlern für Sekundäranalysen zur Verfügung. Die Erhebung untersucht die Ursachen und Folgen von berufsbedingter räumlicher Mobilität in vier europäischen Ländern.

Zu den untersuchten Formen von beruflich bedingter räumlicher Mobilität gehören unter anderem Berufspendeln, Geschäftsreisen und Umzüge. Neben der Erforschung von Mobilitätsmotiven geht es um die Konsequenzen von hoher räumlicher Mobilität für das subjektive Wohlbefinden, die Familie, den Beruf und die soziale Integration. Eine erste Welle wurde 2007 in sechs europäischen Ländern erhoben. Befragt wurden insgesamt 7.220 zufällig ausgewählte Personen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen, Belgien und der Schweiz. Eine Wiederholungsbefragung von 1.735 Personen fand zwischen 2010 und 2012 in Deutschland, Frankreich, Spanien und der Schweiz statt. Ergänzt wurde diese durch eine Zusatzerhebung von etwa 500 hochmobilen Erwerbstätigen in Deutschland und Frankreich. Als hochmobil gelten Erwerbstätige, die besonders lange Pendelstrecken haben, häufig beruflich veranlasst auswärts übernachten müssen oder in eine andere Region umgezogen sind.

Der nun im Datenarchiv für Sozialwissenschaften der GESIS veröffentlichte Scientific-Use-File (Studiennummer: ZA5066) bietet neben den Paneldaten der ersten und zweiten Erhebungswelle umfangreiche retrospektiv erhobene Informationen zu dem räumlichen Mobilitätsverhalten, der Erwerbstätigkeit, der Familie und den Partnerschaften im Lebensverlauf und erlaubt damit differenzierte Einblicke in die genannten Themenbereiche.

Mit den neuen Daten kann erstmals das Mobilitätsverhalten von Personen über das gesamte Erwerbsleben dargestellt werden. Die Mobilitätsverläufe der Gruppe der Pendelmobilen zeigen zum Beispiel, dass sie schon früh in ihrem Erwerbsleben mobil waren und im Durchschnitt 14 Jahre lang pendeln. Im Vergleich zu anderen Gruppen finden sich hier vermehrt Männer, Personen ohne Hochschulabschluss und alleinerziehende Frauen.

Die ergänzend veröffentlichte Datendokumentation* (BiB Daten- und Methodenbericht 3/2016) bietet den Datennutzern sowie allen Interessierten eine Beschreibung der erhobenen Formen von Mobilität, einen Überblick zu den Inhalten der Erhebungsinstrumente sowie Informationen zur Stichprobengewinnung, der Feldphase und der Datengewichtung.

Weitere Informationen, Veröffentlichungen und Materialien finden sich auf der Website der Studie www.jobmob-and-famlives.eu

*Rüger, Heiko; Pfaff, Simon; Skora, Thomas; Schneider, Norbert F. (2016): Job Mobilities and Family Lives in Europe - Second Wave. Panel Data Set & Oversampling. BiB Daten- und Methodenberichte 3/2016. Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

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