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Neue Erkenntnisse zu Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung

Datum 26.05.2016

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoguz, und der Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Hans-Georg Engelke, haben am 26. Mai 2016 in Berlin die Ergebnisse einer Studie zum Anteil von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung vorgestellt. Der vom Ressortarbeitskreis der Bundesregierung in Auftrag gegebene Forschungsbericht wurde durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) und das Statistische Bundesamt erstellt.

Bisher gibt es kaum empirische Untersuchungen zu den Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung, obwohl der interkulturellen Öffnung auch von Seiten der Bundesregierung hohe Bedeutung beigemessen wird. Ziel der Studie war es daher, erstmals eine valide statistische Datenbasis und ein verlässliches Instrument zur Untersuchung des Anteils, der soziodemografischen Struktur sowie der Erwerbssituation der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung zu schaffen. Hierfür haben sich zwischen Dezember 2014 und Oktober 2015 insgesamt 24 Behörden der Bundesverwaltung – davon 13 Bundesministerien, die Bundeswehr sowie zehn weitere Bundesbehörden – an einer Befragung der Beschäftigten beteiligt. Insgesamt wurden 57 Prozent des gesamten Personals des öffentlichen Dienstes des Bundes befragt. Im Kontext der interkulturellen Öffnung der Bundesverwaltung bilden die Ergebnisse der Studie eine Grundlage für die Entwicklung von Personalentwicklungsstrategien.

Zentrale Ergebnisse

  • Der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung liegt bei 14,8 Prozent. Im Vergleich zum Anteil der abhängig Beschäftigten in der Privatwirtschaft von 20,1 Prozent sind Personen mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung unterrepräsentiert.
  • Unter den Beschäftigten mit Migrationshintergrund finden sich eher junge Frauen, sie gehören mehrheitlich der zweiten Generation von Migrantinnen und Migranten an.
  • Beschäftigte mit Migrationshintergrund arbeiten häufiger in Ausbildungsverhältnissen und sind seltener unbefristet beschäftigt.
  • Höhere Laufbahngruppen sind seltener bei Beschäftigten mit Migrationshintergrund, sie sind zudem nicht so häufig verbeamtet.

Die Befunde zeigen allerdings auch, dass sich die Beschäftigung von Personen mit Migrationshintergrund teilweise deutlich zwischen den einzelnen Behörden unterscheidet. Aufbauend auf den Ergebnissen formuliert der Bericht Empfehlungen zur methodischen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Befragung als auch zur Untersuchung der interkulturellen Kompetenz der Bundesverwaltung.

Ette, Andreas; Stedtfeld, Susanne; Sulak, Harun, Brückner, Gunter (2016): Erhebung des Anteils von Beschäftigten mit Migrationshintergrund in der Bundesverwaltung. Ergebnisbericht im Auftrag des Ressortarbeitskreises der Bundesregierung. BiB Working Paper 1/2016. Wiesbaden: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

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