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BiB an Projekt im EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 beteiligt

Datum 20.02.2017

Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt EPI (Evaluate – Plan – Initiate) wird im Rahmen des internationalen „Generations and Gender Programme“ (GGP) durchgeführt.

Das BiB ist eine von acht Partnerinstitutionen. Koordiniert wird das Projekt vom niederländischen demografischen Institut NIDI (Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute, Den Haag). Neben dem BiB sind das Institut National d'Études Démographiques (Paris), Hungarian Central Statistical Office (Budapest), die Universität Utrecht, die Warsaw School of Economics (Warschau), die Bocconi Universität, das Dondena Centre for Research on Social Dynamics and Public Policy (Mailand) sowie das Max Planck Institut für demografische Forschung (Rostock) beteiligt.

Das Generations and Gender Programme (GGP) wurde entwickelt, um die demografischen Herausforderungen unserer Zeit erforschen zu können. Das Programm hat das Ziel, eine hochwertige und international vergleichbare Datenbasis für demografische und familiensoziologische Forschung bereitzustellen. Dazu wurden in verschiedenen Ländern Erhebungen auf Basis eines weitgehend gemeinsamen Fragebogens durchgeführt: die Generations and Gender Surveys (GGS). Darin geben die gleichen Befragten jeweils in drei- bis vierjährigen Intervallen Auskunft zu ihrer Lebenssituation, ihren Lebensplänen, Wünschen, Einstellungen und vor allem zu ihrem Lebensverlauf.

Es handelt sich um eine echte Panelbefragung, die zudem eine Vielzahl an retrospektiv erhobenen Lebensereignissen enthält. Beispielsweise können hierdurch die länderspezifischen Gründe für die Diskrepanzen zwischen Kinderwünschen und tatsächlichen Geburten untersucht werden. Am GGP sind 19 Länder beteiligt, darunter auch Deutschland. Das BiB hat bislang zwei Erhebungen in Deutschland durchgeführt (2005 und 2008/2009). Außerdem fanden 2006 und 2009/2010 Zusatzerhebungen unter den in Deutschland lebenden Türken statt.

Ziel des am 26. Januar 2017 am INED in Paris gestarteten Projekt EPI ist die Anpassung der verwendeten Methoden an die heutigen technischen Möglichkeiten sowie die Verbesserung der Managementstrukturen. Dazu zählt zum Beispiel die Zentralisierung von Erhebungsinstrumenten oder die Optimierung von Veröffentlichungsstrategien, erläutert BiB-Mitarbeiter Robert Naderi, der zusammen mit Dr. Detlev Lück vom BiB die „Kick Off“-Veranstaltung in Paris besucht hat. Das Projekt EPI hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird aus dem Fonds des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Kommission finanziert.

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