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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Aktuelle Forschungsthemen des BiB bei der ISA-Konferenz in Wien

Datum 27.07.2016

Beim dritten Forum der International Sociological Association (ISA) vom 10. bis 14. Juli 2016 in Wien präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BiB Forschungsergebnisse aus den Bereichen Fertilität und Familie sowie Migration.

Familienpolitische Reformen und die Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Müttern

Dr. Martin Bujard untersuchte in Kooperation mit Jasmin Passet-Wittig und Michael Mühlichen, wie sich der Paradigmenwechsel in der deutschen Familienpolitik auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Müttern mit kleinen Kindern auswirkt.

Ökonomische und kulturelle Einflüsse auf die Entscheidung für ein drittes Kind im Ländervergleich

Inwieweit beeinflussen kulturelle Einstellungen und soziale Normen zur Familie die Geburt eines dritten Kindes und wie unterscheidet sich dieser Zusammenhang in den drei europäischen Ländern Deutschland (nur Westdeutschland), Frankreich und Bulgarien? Liefert dieser Ansatz einen Beitrag zur Erklärung von internationalen Unterschieden beim Rückgang von Kinderreichtum? Diesen Fragen ging Ralina Panova in ihrem Vortrag nach.

Wie sieht die ideale Familie „normalerweise“ aus?

Wie lassen sich kulturell-normativ geprägte Vorstellungen von Familie wissenschaftlich erforschen? Das hat eine Forschergruppe am BiB analysiert. Neben dem quantitativen Survey „Familienleitbilder“ hat Dr. Detlev Lück ergänzend einen qualitativen Ansatz zur Erforschung von Familienleitbildern entwickelt, der Zeichnungen von Familie mit einem Interview kombiniert. Er stellte die Methode und exemplarische Ergebnisse in seinem Vortrag vor.

Erschwerte Arbeitsmarktzugänge und innereuropäische Arbeitsmigration

Die seit Jahren andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise in Spanien hat besonders für die junge, gutausgebildete Generation im Land Folgen. So liegt die Jugendarbeitslosigkeitsrate bei 50 Prozent, was den Arbeitsmarkteinstieg nach der Bildungsphase in den Lebensverläufen der jungen Menschen erheblich erschwert. Eine Alternative besteht in der Migration nach Deutschland, um so den Übergang von der Ausbildung zum Berufseinstieg zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund untersuchte Susanne Stedtfeld (in Kooperation mit Andreas Ette und Dr. Lenore Sauer) in einem qualitativen Forschungsprojekt die Erfahrungen, Strategien sowie Migrationsmotive von 35 nach Deutschland migrierten Spanierinnen und Spaniern.

Binnenwanderungen in Deutschland und ihr Einfluss auf die regionale Bevölkerungsdynamik

Die regionalen Konsequenzen des demografischen Wandels in Deutschland hängen unter anderem stark von der Entwicklung der Binnenmigration ab. Wie sich die Situation unter den Bedingungen der Alterung und einer schrumpfenden Bevölkerung in den Regionen künftig entwickeln wird, lässt sich gegenwärtig allerdings nicht genau vorhersagen, betonte Frank Swiaczny in seinem Vortrag.

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