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Zusammengefasste Ehescheidungsziffer

Im Gegensatz zu den zusammengefassten Eheschließungs- und Geburtenziffern wird die zusammengefasste Ehescheidungsziffer nicht aus der Summe altersspezifischer Ziffern berechnet, sondern ergibt sich als Summe ehedauerspezifischer Scheidungsziffern. Sie entstehen, indem die im jeweiligen Jahr geschiedenen Ehen auf die Gesamtzahl der Ehen des Heiratsjahrgangs bezogen werden, dem die geschiedenen Ehen angehören. Addiert man diese ehedauerspezifischen Scheidungsziffern über einen bestimmten Zeitraum – im internationalen Vergleich sind 25 Jahre üblich – dann erhält man die zusammengefasste Ehescheidungsziffer. Sie gibt an, wie viele Ehen geschieden würden, wenn die Scheidungshäufigkeit des jeweiligen Kalenderjahres über einen Zeitraum von 25 Jahren konstant bleiben würde. Wäre dies der Fall, dann würde der ermittelte Anteil an Ehen auch in jüngeren Eheschließungsjahren tatsächlich geschieden werden.

Die zusammengefasste Ehescheidungsziffer erreichte in Deutschland im Jahr 2015 einen Wert von rund 35 %, das heißt, unter den Scheidungsverhältnissen des Jahres 2015 würde mehr als ein Drittel der Ehen geschieden werden.

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