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Sterbewahrscheinlichkeit

Die in den Sterbetafeln berechneten Sterbewahrscheinlichkeiten qx bilden eine entscheidende Kennziffer für die Analyse der Sterblichkeit in der Perioden- oder Kohortenbetrachtung. Sie drücken die Wahrscheinlichkeit aus, mit der eine Person im Alter x noch vor Erreichen des Alters x+1 (einjährige Sterbewahrscheinlichkeit) stirbt – gegebenenfalls werden auch fünfjährige Sterbewahrscheinlichkeiten ermittelt.

Die Berechnung erfolgt für das jeweilige Altersintervall x bis unter x+1, indem die Zahl der im Alter x Gestorbenen dividiert wird durch die Zahl derjenigen, die diesem Risiko ausgesetzt waren – also aller Personen, die das Alter x erreicht hatten.
Der komplementäre Ausdruck der Sterbewahrscheinlichkeiten sind die Überlebenswahrscheinlichkeiten. Von den altersspezifischen Sterbeziffern unterscheiden sich die Sterbewahrscheinlichkeiten durch die Art der Bezugsgröße, also der im Nenner stehenden Bevölkerung (durchschnittliche Bevölkerung im Alter x bzw. Ausgangsbevölkerung im Alter x).

Trotz eines deutlichen Absinkens des Sterberisikos in den jungen Lebensjahren ist die Sterbewahrscheinlichkeit im Säuglingsalter relativ hoch, nimmt im Kindesalter ab und steigt dann mit dem Alter von etwa 15 Jahren langsam und kontinuierlich an. Um die Entwicklungen und Unterschiede der Sterblichkeit auch in den mittleren Altersgruppen sichtbar machen zu können, wird in den Abbildungen meist eine logarithmische Darstellung gewählt, wie die folgende Abbildung für die Sterbewahrscheinlichkeiten der Männer zeigt:

Darstellung alters- und geschlechtsspezifischer Sterbewahrscheinlichkeiten

Alternativ

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