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Staatsangehörigkeitsgesetz

Im Jahr 2000 trat ein neues Staatsangehörigkeitsgesetz in Kraft. Seitdem werden keine Aussiedler und Aussiedlerinnen mehr formal eingebürgert, da dieser Personenkreis kraft Grundgesetz bereits als Deutsche angesehen wird und nach Feststellung dieser Eigenschaft als „Deutsche“ die entsprechenden Unterlagen (Identifikationspapiere) ausgehändigt bekommt. Gleichzeitig wurden die Regelungen über die Anspruchseinbürgerung von Ausländer/-innen wesentlich verbessert (z. B. Verkürzung der Fristen einerseits, stärkere Gewichtung der Integrationsanforderungen andererseits. Kinder ausländischer Staatsbürger erhalten bei Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft, wenn die Eltern bestimmte Voraussetzungen erfüllen, müssen sich aber zwischen dem 18 und 23. Lebensjahr entscheiden, ob sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern behalten wollen.

Mit der Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 14.03.2005 trat eine weitere Verbesserung der Einbürgerungsbedingungen ein. So werden beispielsweise Integrationsbemühungen der Ausländer und Ausländerinnen (Besuch von Integrationskursen), die einen Einbürgerungsantrag stellen, durch leichtere Bedingungen (kürzere Aufenthaltsdauer in Deutschland) berücksichtigt.

(siehe dazu: Statistisches Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 2.1 Einbürgerungen)

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