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Säuglingssterblichkeit

Die Säuglingssterblichkeit ergibt sich als Zahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Kinder je 1.000 Lebendgeborene. In der amtlichen Statistik wird sie im Allgemeinen unter Berücksichtigung der Geburtenentwicklung berechnet, also die Gestorbenen auf die aus dem gleichen Geburtsmonat bzw. bei jährlichen Angaben auf die aus dem gleichen Geburtsjahr stammenden Lebendgeborenen bezogen. Dadurch wirken sich die Schwankungen der Geborenenzahlen nicht mehr auf die Säuglingssterblichkeit aus.

Die Säuglingssterblichkeit errechnet sich aus der Zahl der im 1. Lebensjahr Gestorbenen multipliziert mit 1.000 und dividiert durch die Zahl der Lebendgeborenen.

Die Säuglingssterblichkeit hat sich im historischen Verlauf sehr stark verringert. Starb um 1870 noch jedes vierte Kind innerhalb des ersten Lebensjahres, so halbierte sich dieser Anteil in den folgenden rund 50 Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstarb noch etwa jedes zehnte Kind in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt, gegenwärtig ist mit einem Wert von rund 3,3 Sterbefällen je 1.000 Lebendgeborene ein sehr niedriges Niveau erreicht. Die Sterblichkeit von männlichen Säuglingen ist dabei höher als die von weiblichen Säuglingen.

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