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Nettoreproduktionsziffer, Nettoreproduktionsrate

Diese Kennziffer ist ein Reproduktionsmaß und berücksichtigt im Gegensatz zur Bruttoreproduktionsziffer die Sterblichkeit der Frauen während des gebärfähigen Alters, bezieht also sowohl Geburten- als auch Sterbehäufigkeiten ein. Wie bei der Sterbetafel wird eine hypothetische Generation von in der Regel 100.000 Frauen betrachtet und es wird untersucht, wie viele Töchter diese Frauen zur Welt bringen würden, wenn die altersspezifischen Geburtenziffern und die Sterbeziffern des betrachteten Kalenderjahres über das gesamte gebärfähige Alter der Frauen gelten würden. Sind von den 100.000 Frauen im Laufe ihres Lebens wiederum 100.000 Mädchen zur Welt gebracht worden, beträgt die Nettoreproduktionsziffer 1, damit hätte ein einfacher Ersatz der Elterngeneration stattgefunden.

In Deutschland lag die Nettoreproduktionsziffer im Jahr 2015 bei 0,73, das heißt, die Müttergeneration wird nur zu etwas weniger als drei Vierteln durch die Töchtergeneration ersetzt. Diese Größenordnung ist jedoch nicht neu, im früheren Bundesgebiet liegt die Nettoreproduktionsziffer bereits seit Mitte der 1970er Jahre auf etwa diesem Niveau. Das letzte Mal über 1 – dem Bestanderhaltungsniveau – lag die Nettoreproduktionsrate im Früheren Bundesgebiet im Jahr 1969 und in der ehemaligen DDR im Jahr 1971.

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