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Natürliche Bevölkerungsbewegung

Die natürliche Bevölkerungsbewegung spiegelt die Veränderung der Bevölkerungszahl und -zusammensetzung durch Geburten und Sterbefälle wider. Die Differenz aus Lebendgeborenen und Gestorbenen eines Jahres führt dabei im Saldo zu einem Lebendgeborenen- oder Gestorbenenüberschuss, der auch als natürlicher Saldo bezeichnet wird und als Bilanz der Lebendgeborenen und Gestorbenen in die Bevölkerungsbilanz eingeht.
Bereits seit Anfang der 1970er Jahre war die Zahl der Geborenen sowohl im früheren Bundesgebiet als auch in der ehemaligen DDR niedriger als die Zahl der Gestorbenen, so dass es im Rahmen der natürlichen Bevölkerungsbewegung zu einem Gestorbenenüberschuss kam. In der ehemaligen DDR konnte in den 1980er Jahren in einigen Jahren nochmals ein Geburtenüberschuss erreicht werden, seit 1989 traten jedoch auch in Ostdeutschland ausschließlich, zum Teil erhebliche, Sterbefallüberschüsse ein.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland nach den Daten des Statistischen Bundesamtes insgesamt 737.575 Menschen geboren und 925.200 verstarben, was zu einem Sterbefallüberschuss von insgesamt 187.625 Personen führte. In Anbetracht des niedrigen Geburtenniveaus in Deutschland und der Alterung der Bevölkerung ist auch in den nächsten Jahrzehnten nicht mit einem Geburtenüberschuss zu rechnen.

Auch Eheschließungen und Ehelösungen sind ein Teil der natürlichen Bevölkerungsbewegung, sie wirken sich allerdings direkt nur auf die Strukturen der Bevölkerung, z.B. nach dem Familienstand, aus. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 400.115 Ehen geschlossen und 530.497 Ehen aufgelöst, darunter 163.335 durch Scheidung, die anderen durch Tod eines Ehepartners.

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