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Fortzug, Wegzug, Abwanderung

Unter Fortzug oder Wegzug oder Abwanderung wird der Wechsel des Hauptwohnsitzes aus der betrachteten Region in eine andere Gemeinde, einen anderen Kreis bzw. ein anderes Bundesland (Binnenwanderung) oder einen anderen Staat (Außenwanderung) verstanden. Grundlage für die Zahl der Fortzüge in der amtlichen Statistik Deutschlands sind die in den Melderegistern erfassten Abmeldungen. Die in der Wanderungsstatistik ausgewiesenen Fortzüge beziehen sich auf Wanderungsfälle, nicht auf Personen – d.h. eine Person kann mehrmals im Jahr in der Wanderungsstatistik erfasst werden. Wohnungswechsel innerhalb der Gemeinde werden dabei nicht berücksichtigt.

Die Zahl der Fortzüge im Rahmen der Außenwanderung lag in Deutschland in den Jahren 2011 und 2012 bei rund 700 Tsd. Fällen, in den Jahren 2013 bzw. 2014 erhöhte sie sich auf knapp 800 Tsd. bzw. auf über 900 Tsd. Im Jahr 2015 erreichten die Fortzüge mit knapp 1 Mio. den höchsten Stand seit 1950. Ende der 1990er Jahre bewegte sich die Zahl der Abwanderungen auf einem Niveau von 600 bis 700 Tsd. Fällen pro Jahr. Der Anteil der Deutschen an den Fortzügen, der von 2000 bis 2007 auf mehr als ein Viertel angestiegen war, hat sich bis 2015 wieder auf knapp 16 % reduziert.

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