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Familiennachzug

Die Einreise und der Aufenthalt von drittstaatsangehörigen Familienangehörigen von in Deutschland lebenden Personen ist in den §§ 27 bis 36 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) geregelt. Der Familiennachzug wird aufgrund von Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes zum Schutz von Ehe und Familie gewährt (§ 27 Abs. 1 AufenthG). Die Regelungen des Aufenthaltsgesetzes zum Familiennachzug finden Anwendung auf den Zuzug zu Ausländern, die weder Unionsbürger noch Familienangehörige von Unionsbürgern sind. Sie gelten ferner für den Nachzug von Drittstaatsangehörigen zu Deutschen. Nach einem Höchststand mit über 85.000 im Jahr 2002 hatte sich die Zahl der erteilten Visa zum Zweck des Ehegatten- und Familiennachzugs bis 2012 auf rund 41.000 mehr als halbiert. Seitdem ist ein neuer Zuwachs zu verzeichnen mit nun knapp 73.000 im Jahr 2015.

Der Ehegatten- und Familiennachzug wird mit zwei unterschiedlichen Datenquellen erfasst:

  1. Durch die Visastatistik des Auswärtigen Amtes: Sie weist diejenigen Fälle aus, in denen in einer deutschen Vertretung im Ausland ein Visum auf Nachzug eines Ehegatten oder Familienangehörigen erteilt worden ist.
  2. Seit 2005 wird mit dem Ausländerzentralregister (AZR) der tatsächlich erfolgte Ehegatten- und Familiennachzug ausgewiesen. Hier können die Zuzüge nach Nationalität und Alter differenziert werden und es sind längerfristige Informationen über den Nachzug weiterer Familienangehöriger (z. B. Eltern) möglich.

Aufgrund der unterschiedlichen Datenbasis sind die Zahlen aus der Visastatistik und aus dem Ausländerzentralregister nur eingeschränkt miteinander vergleichbar. Die auf der Internetseite des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung dargestellten Abbildungen und hinterlegten Daten basieren auf dem Ausländerzentralregister.

Quelle: Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. BMI 2015: Migration und Integration, Aufenthaltsrecht, Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland.

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