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EU-Binnenmigration

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzen als Unionsbürger grundsätzlich das Recht, sich in der EU frei zu bewegen, in jeden anderen Mitgliedstaat einzureisen und sich dort aufzuhalten. Ab einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Deutschland müssen EU-Bürger nachweisen, dass sie erwerbstätig oder arbeitsuchend sind oder über ausreichende finanzielle Mittel zur Daseinsvorsorge verfügen, z. B. in Form einer regelmäßigen Rente aus einem EU-Staat. Zwischen 1991 und 2003 zogen jedes Jahr zwischen 176.000 (1995) und 99.000 (2003) Unionsbürger (EU15) nach Deutschland zu. Im Jahr 2004 erhöhte sich insbesondere durch den Beitritt Polens der Zuzug zunächst auf 266.000, um bis 2009 auf etwa 349.000 anzusteigen. Ab 2010 zogen auch vermehrt EU-Bürger aus den südlichen Krisenstaaten Griechenland, Spanien, Portugal und Italien sowie aus den ost- und südosteuropäischen EU-Staaten Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu, sodass in 2015 die Zahl der Zuzüge von Unionsbürgern bereits 846.000 betrug.

Quelle: Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. BMI 2015: Migration und Integration, Aufenthaltsrecht, Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland.

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