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Bevölkerungsbilanz

Die Bevölkerungsbilanz zeigt den Anstieg bzw. Rückgang der Bevölkerungszahl innerhalb eines Zeitraumes und eines bestimmten Gebietes an und ist das Gesamtergebnis von natürlicher und räumlicher Bevölkerungsbewegung.

Bis zum Jahr 2002 wies Deutschland einen Bevölkerungszuwachs aus, weil die Wanderungsgewinne höher ausfielen als die Verluste aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung. Von 2003 bis 2010 war dies nicht mehr der Fall und die Bevölkerungszahl in Deutschland sank. Mit den hohen Zuwanderungsüberschüssen seit 2011 änderte sich dies wieder. Sie übersteigen die Sterbefallüberschüsse und führen erneut zu steigenden Bevölkerungszahlen.

Zwischen den alten und neuen Bundesländern wies die Bevölkerungsbilanz in den Jahren seit der deutschen Wiedervereinigung erhebliche Differenzen auf. Während der natürliche Saldo in den alten Ländern bis etwa zum Jahr 2000 nahezu ausgeglichen war und erst seitdem ein tendenziell wachsender Sterbefallüberschuss zu verzeichnen ist, trug das niedrige Geburtenniveau in den neuen Ländern schon seit Beginn der 1990er Jahre zum deutlichen Bevölkerungsrückgang bei. Die positiven Wanderungssalden waren in Westdeutschland die Grundlage sowohl für das bis 2005 anhaltende als auch das seit 2010 wieder zu verzeichnende Bevölkerungswachstum. In Ostdeutschland verstärkten erhebliche Abwanderungsverluste in den meisten Jahren den ohnehin durch den Sterbefallüberschuss eingetretenen Bevölkerungsrückgang. Die hohen Zuwanderungsgewinne in den letzten Jahren seit 2012 haben auch in Ostdeutschland erstmals wieder zu einem Bevölkerungswachstum geführt.

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