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Asylbewerber

Nach Artikel 16a Absatz 1 Grundgesetz (GG) genießen politisch verfolgte Ausländer das Recht auf Asyl in Deutschland. Von 1990 bis Ende 2015 haben rund 3,2 Millionen Menschen in Deutschland um Asyl nachgesucht. Von 1993 bis 2007 ließ sich ein fast kontinuierliches Absinken der Erstantragszahlen feststellen. Seit dem Jahr 2008 steigt die Zahl der Asylbewerber von einem niedrigen Stand aus wieder deutlich an. Im Jahr 2015 ist die Zahl der Erstanträge mit 441.899 Personen gegenüber dem Vorjahr um rund 255 % angestiegen (2014: 173.072 Asylerstanträge).

Bis zum Ende der 1990er Jahre stammte der größte Teil der Asylbewerber aus Europa (einschließlich der Türkei und der UdSSR/Russischen Föderation). Die hohe Zahl von Asylanträgen in der ersten Hälfte der 1990er Jahre war vor allem auf die Flüchtlinge der Balkankrise zurückzuführen – mit dem Höhepunkt in den Jahren 1992 und 1993. Seit 2000 stellten jeweils mehr Antragsteller aus asiatischen Herkunftsstaaten als aus europäischen einen Asylantrag in Deutschland (mit Ausnahme des Jahres 2013). Im Jahr 2015 stammten 30,4 % aller Antragsteller aus Europa, während 56,6 % aus Asien kamen. Hauptherkunftsland von Asylantragstellern im Jahr 2015 war Syrien mit 158.657 gestellten Asylerstanträgen.

Quelle: Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. BMI 2015: Migration und Integration, Aufenthaltsrecht, Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland.

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