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Altersspezifische Sterbeziffer

Sowohl bei der rohen als auch bei der geschlechtsspezifischen Sterbeziffer wird auf den Einfluss der Altersstruktur der Bevölkerung auf die ermittelten Werte verwiesen. Um diesen altersstrukturabhängigen Einfluss auszuschalten, werden altersspezifische Sterbeziffern berechnet. Sie messen die Zahl der Gestorbenen im Alter x an der durchschnittlichen Bevölkerung in diesem Alter und werden in der Regel immer getrennt für Männer und Frauen berechnet.

Die altersspezifische Sterbeziffer wird berechnet, indem die Zahl der Gestorbenen im Alter x mit 1.000 multipliziert und durch die durchschnittliche Zahl der Einwohner im Alter x dividiert wird.

Die altersspezifischen Sterbeziffern haben sich im Verlaufe der demografischen Entwicklung verändert. Einem früher sehr hohen, mittlerweile jedoch relativ geringen Niveau der Sterblichkeit im ersten Lebensjahr (Säuglingssterblichkeit) folgt ein sehr niedriges Niveau im jungen und mittleren Alter – heute nahe Null – bis zu einem starken Anstieg in den höheren Altersstufen. In den letzten ca. 130 Jahren hat sich der Anstieg der Sterbeziffern in höhere Altersgruppen verschoben und gleichzeitig abgeflacht

Um die Entwicklungen und Unterschiede der Sterblichkeit auch in den mittleren Altersgruppen sichtbar machen zu können, wird in den Abbildungen meist eine logarithmische Darstellung gewählt.

Von den altersspezifischen Sterbewahrscheinlichkeiten unterscheiden sich die Sterbeziffern durch die Art der Bezugsgröße, also die im Nenner stehende Bevölkerung (Ausgangsbevölkerung im Alter x bzw. durchschnittliche Bevölkerung im Alter x).

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