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Altenquotient

Im Altenquotienten wird die ältere (nicht mehr erwerbsfähige) Bevölkerung auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bezogen. Es gibt dazu keine vorgeschriebenen Altersgrenzen, am gebräuchlichsten sind Abgrenzungen bei 15 bzw. 20 Jahren nach unten und 60 bzw. 65 Jahren nach oben, also:

Die Bevölkerungszahl im Alter ab 60 bzw. 65 Jahre wird dividiert durch die Bevölkerungszahl zwischen 15 bzw. 20 und 60 bzw. 65 Jahren.

Die Abgrenzung richtet sich entweder nach dem verfügbaren Datenangebot (z. B. bei langfristigen oder internationalen Vergleichen) oder nach inhaltlichen Kriterien (z. B. bei der Festlegung unterschiedlicher Renteneintrittsgrenzen). Diese Altersgrenze ist natürlich keine tatsächliche Abgrenzung von Nichterwerbsbevölkerung und Erwerbsbevölkerung, da gerade bei historischen oder internationalen Vergleichen das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben in sehr unterschiedlichem Alter erfolgen kann bzw. die tatsächliche Erwerbstätigkeit auch von anderen Faktoren als dem erwerbsfähigen Alter abhängt. Insofern ist der Altenquotient eine Rechengröße zur Abschätzung potenzieller Abhängigkeit der älteren – im Wesentlichen nicht mehr erwerbstätigen – Bevölkerungsgruppe von der Bevölkerung im potenziell erwerbsfähigen Alter.

Der Altenquotient lag in Deutschland im Jahr 2014 bei 34,6 über 65-Jährigen je 100 20- bis unter 65-Jährige und ist damit weiter angestiegen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren verstärken, wenn die Babyboom-Jahrgänge (Geburtsjahrgänge etwa Ende der 1950er bis Ende der 1960er Jahre) die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen.

Im Vergleich zum Jugendquotienten sind beim Niveau des Altenquotienten die Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern geringer. Der Wert für 2014 lag in Westdeutschland bei 33,8 über 65-Jährigen je 100 20- bis unter 65-Jährige, in Ostdeutschland (einschließlich Berlin) betrug er 37,9. Nach der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird der Altenquotient tendenziell deutlich ansteigen. Unter den dort getroffenen Bedingungen könnte er bis zum Jahr 2060 einen Wert von über 61 erreichen.

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