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Allgemeine Geburtenziffer

Bei der allgemeinen Geburtenziffer wird im Gegensatz zur rohen Geburtenziffer die Anzahl der Lebendgeborenen eines Jahres nicht auf die Gesamtbevölkerung, sondern nur auf die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter bezogen. Damit hängt diese Kennziffer zwar nicht von Umfang und Struktur der Gesamtbevölkerung, aber von der Anzahl und der Altersstruktur der Frauen zwischen 15 und 50 Jahren ab. Das gebärfähige Alter wird – je nach den vorhandenen Vergleichsdaten – entweder zwischen 15 und 45 oder zwischen 15 und 50 Jahren angesetzt.

Die allgemeine Geburtenziffer ergibt sich aus der Zahl der Geburten dividiert durch die Zahl der Frauen zwischen 15 und 45 bzw. 50 Jahren, multipliziert mit 1.000.

Die allgemeine Geburtenziffer erreichte in Deutschland im Jahr 2015 einen Wert von 52,0 Lebendgeborenen je 1.000 Frauen zwischen 15 und 45 Jahren. Seit Mitte der 1990er Jahre sinkt die Zahl von Frauen im gebärfähigen Alter und bis 2011 war auch in den meisten Jahren die absolute Zahl an Neugeborenen rückläufig. Sinkt die Geborenenzahl schneller als die Zahl der Frauen, so verringert sich die allgemeine Geburtenziffer, wie dies in Deutschland ab Ende der 1990er Jahre der Fall war. Seit 2012 steigt jedoch die Zahl der Lebendgeborenen zum jeweiligen Vorjahr wieder an, was zu einer ebenfalls steigenden allgemeinen Geburtenziffer führt. In Westdeutschland wurde 2015 ein Wert von 51,2 Kindern je 1.000 Frauen im gebärfähigen Alter erreicht, dies entspricht etwa dem Niveau in der ersten Hälfte der 1990er Jahre. Der in Ostdeutschland für 2015 beobachtete Wert von 55,7 liegt deutlich höher als in Westdeutschland und erreicht bereits wieder das Niveau von 1990.

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