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Weltbevölkerung

Gegenwärtig leben mehr als 7 Milliarden Menschen auf der Erde, im Jahr 1950 lag ihre Zahl noch bei 2,5 Milliarden. Nach den Modellrechnungen der UN könnte dieser Wert bis zum Jahr 2060 auf über 10 Milliarden und bis zum Ende unseres Jahrhunderts auf über 11 Milliarden anwachsen. Bestimmt wird dies durch die beiden demografischen Komponenten Geburten- und Sterbefallentwicklung. Voraussetzung dafür, dass ein Niveau von 11 Milliarden Menschen nicht deutlich überschritten wird, ist ein Rückgang des Geburtenniveaus auf 2,0 Geburten je Frau und damit unter das Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Gegenwärtig liegt das Geburtenniveau im weltweiten Durchschnitt bei 2,5, wobei zwischen den Industrieländern mit knapp 1,7 und den am wenigsten entwickelten Ländern mit 4,3 enorme Unterschiede bestehen. Das Ziel von unter 2,0 bedeutet also für die am wenigsten entwickelten Länder und einen Teil der Entwicklungsländer eine teilweise erhebliche Senkung gegenüber dem heutigen Geburtenniveau. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Neugeborenen hat sich von 1950 etwa 47 Jahren auf gegenwärtig rund 70 Jahre deutlich erhöht. Hier rechnet die UN auch für die kommenden Jahrzehnte mit einem weiteren Anstieg auf rund 79 Jahre bis zum Jahr 2060 und auf rund 83 Jahre bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Während ein sinkendes Geburtenniveau das Wachstum der Bevölkerung verlangsamt oder die Bevölkerungszahl sogar verringert, wirkt die steigende Lebenserwartung diesem Trend entgegen. Beide Prozesse – Geburten- und Sterblichkeitsentwicklung – werden von einer Alterung der Bevölkerung begleitet. Dies zeigt sich heute schon in den Industrieländern und einigen Entwicklungsländern und wird auch für alle anderen Länder zukünftig eine entscheidende Rolle spielen.

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