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Familien und Lebensformen

In den letzten Jahrzehnten hat sich ein enormer Wandel im Bereich der Lebensformen vollzogen, die Vormachtstellung der traditionellen Familienform „Ehepaar mit Kindern“ hat sich aufgelöst, Lebensformen ohne den institutionellen Charakter der Ehe haben an Bedeutung gewonnen. Noch 1996 bildeten Ehepaare mit Kindern die am weitesten verbreitete Lebensform erwachsener Personen.

Betrachtet man heute die erwachsene Bevölkerung nach ihrer Lebensform, so wohnen 29 % von ihnen als Ehepaar ohne Kind zusammen, die zweitgrößte Gruppe stellen die Alleinstehenden mit 26 % und erst an dritter Stelle kommen mit 24 % die Ehepaare mit Kindern im Haushalt. Dies ist das Ergebnis des seit Jahrzehnten niedrigen Geburtenniveaus, der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden Heiratsneigung vor allem der Jüngeren.

Grundlage für die in diesem Bereich dargestellten Fakten sind die Ergebnisse des Mikrozensus, wobei es sich hierbei in der Regel um Auswertungen nach dem Lebensformenkonzept handelt (Bevölkerung am Familienwohnsitz ohne Gemeinschaftsunterkünfte). Da nur Lebensformen innerhalb eines Haushalts erfasst sind, können haushaltsübergreifende Lebensformen wie bilokale Partnerschaften nicht ausgewiesen werden. Alle Lebensformen mit ledigen Kindern im Haushalt werden – unabhängig vom Alter der Kinder – zu den familialen Lebensformen (Familien) gezählt, alle Lebensformen ohne Kinder im Haushalt zum Nichtfamiliensektor. Bei den zu diesem Thema verfügbaren Abbildungen wird nach minderjährigen und erwachsenen Kindern unterschieden.

Die Hochrechnung der Mikrozensusergebnisse erfolgt auf der Grundlage der Bevölkerungsfortschreibung. Für das Jahr 2011 liegen der Hochrechnung noch die Ergebnisse der Fortschreibung auf Basis der früheren Volkszählungen zugrunde.

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