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Binnenwanderungen

Mit dem Begriff „Migration“ wird die räumliche Verlegung des Lebensmittelpunkts einer Person bezeichnet. Die amtliche Statistik unterscheidet dabei zwei Formen: Binnenmigration und internationale Migration. Der hier vorgestellte Bereich umfasst die Binnenwanderungen, zu denen alle Wohnsitzwechsel über eine Gemeindegrenze zählen, die sich innerhalb der Grenzen Deutschlands vollziehen. Nach dieser Definition ziehen jedes Jahr etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen in Deutschland um. Entscheidende Faktoren sind neben den persönlichen Gründen (Partnerschaft, Familiengründung) die regionalen Arbeits-, Bildungs- und Wohnungsmärkte, aber auch die Verkehrsanbindung der Wohnorte.

Grundsätzlich lässt sich zwischen groß- und kleinräumigen Binnenwanderungen unterscheiden. Die großräumigen Haupttrends über Bundesländergrenzen waren in den letzten Jahrzehnten die Migration zwischen Nord- und Süddeutschland sowie zwischen Ost- und Westdeutschland. Seit einigen Jahren sind die Wanderungen zwischen Ost- und Westdeutschland im Saldo annähernd ausgeglichen. Auch in der Nord-Süd-Wanderung gibt es sowohl im Süden (Bayern, Rheinland-Pfalz) als auch im Norden (Hamburg, Schleswig-Holstein) Gewinner aus der innerdeutschen Wanderung.

Auf der kleinräumigen Analyseebene der Gemeinden und Kreise macht die Migration zwischen ländlichen und städtischen Regionen einen großen Teil des innerdeutschen Wanderungsgeschehens aus. Die Wanderungsrichtung ist hierbei alters- und geschlechtsabhängig. Während junge Menschen überwiegend in die Städte wandern, zieht es junge Familien sowie ältere Menschen häufiger von den Städten ins städtische Umland oder aufs Land.

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