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Ehelösungen

Im Jahr 2015 bestanden in Deutschland rund 18 Millionen Ehen. Die Zahl der bestehenden Ehen verringert sich seit den 1970er Jahren kontinuierlich. Dies ist auf den Überschuss der Ehelösungen (Ehelösung durch Tod, Ehescheidungen, Nichtigkeitserklärungen) über die Eheschließungen zurückzuführen. Im Durchschnitt der letzten Jahre überstieg die Zahl der Ehelösungen die der Eheschließungen um 150.000. 2014 und 2015 fiel diese Differenz mit rund 130.000 niedriger aus. Etwa 70 Prozent aller Ehelösungen sind auf den Tod eines Partners zurückzuführen, rund 30 Prozent enden durch Scheidung.

Im Trend ist die Scheidungsneigung seit den 1970er Jahren bis in die ersten Jahre dieses Jahrhunderts angestiegen. Bestünde das Scheidungsniveau des Jahres 2014 über weitere 25 Jahre fort, dann würden etwa 35 Prozent aller Ehen durch Scheidung getrennt werden. Die höchste Scheidungsneigung bestand in den Jahren 2003 und 2004 mit über 42 Prozent. Unterbrochen wurde der Trend im früheren Bundesgebiet in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre mit der Umstellung des Scheidungsrechts und einem seither vorgeschriebenen Trennungsjahr. Mit der Übertragung dieses Scheidungsrechts auf die neuen Bundesländer kam es auch dort zu einem kurzzeitigen Scheidungstief. Der nachfolgende Anstieg ließ die Scheidungshäufigkeit fast das westdeutsche Niveau erreichen, seit 2011 ist ein leichtes Sinken der Scheidungsneigung in West- und Ostdeutschland festzustellen.

In der Betrachtung nach Heiratsjahrgängen zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der Scheidungsneigung. Während bei den Heiratsjahrgängen aus Mitte der 1960er Jahre ein Fünftel und bei denen aus Mitte der 1970er Jahre mehr als ein Viertel nach 25 Ehejahren geschieden war, liegt dieser Anteil beim Heiratsjahrgang 1990 bei fast 40 Prozent.

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