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Materialienband 102b

Materialien zur Bevölkerungswissenschaft, Heft 102b, 2001

Jürgen Breckenkamp und Ulrich Laaser unter Mitarbeit von Thomas Danell:
Freizeitinteressen und subjektive Gesundheit

Der subjektive Gesundheitszustand korreliert positiv mit dem Niveau sportlicher Aktivität. 55,3 % der westdeutschen Männer und Frauen, die 1984 bis 1986 eine Stunde pro Woche oder länger sportlich aktiv waren, gaben an, mit ihrem Gesundheitszustand sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden zu sein.

Bei den inaktiven Personen mit weniger als einer Stunde Sport pro Woche lag der Anteil mit 38,3 % um 17 Prozentpunkte niedriger. Entsprechend beurteilen 8,7 % der aktiven aber 16,4 % der eher inaktiven Personen ihren Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht.

Die Unterschiede insgesamt sind in allen Altersgruppen in etwa auf einem Niveau. Zwischen den Geschlechtern verändern sich die Unterschiede bei ähnlicher Ausgangslage jedoch mit dem Alter und zeigen einen gegenläufigen Trend. Jüngste Altersgruppe: Von den Frauen mit mehr als 1 Stunde sportlicher Betätigung pro Woche schätzten 63,3 % ihren Gesundheitszustand mit „sehr gut“ oder „gut“ ein, von den weniger aktiven Frauen waren es nur 49,2 %, der Unterschied liegt damit bei 14,1 Prozentpunkten. Bei den Männern dieser Altersgruppe beträgt er 13,9 Prozentpunkte. In der mittleren Altersgruppe liegen die Unterschiede für die Frauen bei 17,6 und für die Männer bei 12,2 Prozentpunkten. Die Differenzen betragen in der höchsten Altersgruppe für die Frauen 19,4 und für die Männer 11,2 Prozentpunkte. Subjektiv profitieren Frauen mit steigendem Alter offenbar mehr von ausreichender körperlicher Aktivität als Männer (Aus dem Text, S. 59).

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