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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Heiko Peters und Benjamin Weigert (2009)

Einfluss der Rückkehrwahrscheinlichkeit von Einwanderern auf ihre Entlohnung*

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 34, 3-4/2009, S. 299-316, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398, DOI: 10.1007/s01253-010-0047-9

Wir entwickeln ein suchtheoretisches Arbeitsmarktmodell, das die Interaktion unterschiedlicher Arbeitnehmergruppen – eine Vielzahl von Zuwanderergruppen und Einheimische – abbildet. Die verschiedenen Gruppen unterscheiden sich lediglich in der Wahrscheinlichkeit, das Einwanderungsland wieder zu verlassen. Wir können theoretisch zeigen, dass die Rückkehrwahrscheinlichkeit eine wichtige Bestimmungsgröße für die sich herausbildende Lohnverteilung am Arbeitsmarkt ist. Einwanderer, die nicht dauerhaft im Gastland bleiben wollen – also eine höhere Rückkehrwahrscheinlichkeit besitzen –, werden geringer entlohnt als Einheimische, die bis auf die Rückkehrmöglichkeit die gleichen Eigenschaften besitzen. Ausgehend vom theoretischen Modell schätzen wir empirisch mit Daten des SOEP in einem zweistufigen Verfahren zuerst die individuelle Rückkehrwahrscheinlichkeit eines Einwanderers, um diese dann als erklärende Variable in einer Lohnregression hinzuzufügen. Im Ergebnis zeigt sich, dass bei sonst gleichen individuellen Merkmalen tatsächlich eine negative Korrelation zwischen der Rückkehrwahrscheinlichkeit und der Lohnhöhe besteht.

* begutachteter Beitrag

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