Navigation und Service

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Susanne Schmid (2007)

Die Analyse demographischer Diskrepanzen zwischen der EU-27 und ihrer „Peripherie“ – Entwicklungsdifferenzen und Wanderungspotentiale

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 32, 3-4/2007, S. 667-702, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Diese Arbeit liefert Interpretationsansätze zu aktuellen demographischen Entwicklungen in und um die Europäische Union (EU-27). Ausgangspunkt der Analyse ist die Tatsache, dass die Bevölkerung der EU-27 – trotz laufender Zuwanderung – abnimmt und durchschnittlich immer älter wird, während in den Entwicklungsländern und besonders in der südöstlichen sowie südlichen Peripherie Europas noch einige Jahrzehnte lang ein erhebliches Bevölkerungswachstum stattfindet. Die Konsequenzen dieser asymmetrischen demographischen Entwicklung sind Gegenstand dieser Untersuchung. Drei Bereiche stehen dabei im Vordergrund: (1) die Analyse von Entwicklungsdifferenzen, (2) die EU-27 im demographischen und sozialen Spannungsverhältnis zu ihrer Peripherie sowie (3) das Wanderungspotential im Umfeld der EU-27. Gesellschaftsdifferenzen lassen sich anhand demographischer Indikatoren aufzeigen, was exemplarisch an dieser Thematik vorgeführt wird. Anhand der Bevölkerungsentwicklung der heutigen EU-27 von 2007 bis 2050 werden die Schrumpfungstendenz der europäischen EU-Mitgliedsstaaten, ihre veränderte Altersstruktur und ihre Rolle als Zuwanderungsländer thematisiert. Das daraus erwachsende Spannungsverhältnis zwischen der Europäischen Union und ihrer „Peripherie" wird beide Sphären berühren und verändern, zumal sich diese Peripherie in zwei völlig unterschiedliche Räume teilt. Das östliche und südöstliche Europa, in dem sich Probleme demographischer Alterung und politische Konfliktlagen mischen und sodann der Nahe Osten und der arabische Norden Nordafrikas, die sich in einer Bevölkerungswachstumsphase befinden und als Räume höchster politischer Instabilität gelten. Die Arbeit konzentriert sich auf demographische Asymmetrien, sowie Ursachen und Wirkungen wachsender Migrationspotentiale „vor den Toren Europas“. Der Bedeutungswandel, den das Wanderungsgeschehen in den heutigen EU-Mitgliedsstaaten in den letzen Jahrzehnten erfahren hat, spielt eine Rolle.

Diese Seite

© Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung - 2017