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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Wolfgang Glatzer (2007)

Der Sozialstaat und die wahrgenommene Qualität der Gesellschaft

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 32, 1-2/2007, S. 183-204, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Gesellschaftspolitisch schwer zu beeinflussende Entwicklungen führten dazu, dass der Sozialstaat in Deutschland unter Druck geraten ist: demographische Alterung, strukturelle Arbeitslosigkeit, anhaltende Globalisierung, steigende Staatsverschuldung. Unter demokratischen Verhältnissen wird eine Reform der sozialen Sicherungssysteme nur gelingen, wenn sie eine erhebliche Unterstützung der Bevölkerung erhält. Dafür ist die von den Menschen wahrgenommene Qualität der Lebensverhältnisse von besonderer Bedeutung: Für die subjektiv empfundene Qualität der Gesellschaft werden vor allem folgende Zieldimensionen als relevant betrachtet: die Zufriedenheit der Menschen mit ihrem Leben und mit einzelnen Lebensbereichen, die Beurteilung der Gerechtigkeit der Lebensverhältnisse, die Einstellungen zur eigenen wirtschaftlichen Lage und die Einschätzung der Bedrohung durch soziale Konflikte. In der Sozialberichterstattung wurden Indikatoren entwickelt, um diese Entwicklungstendenzen zu messen. Die entsprechenden Zieldimensionen werden vom Sozialstaat vor allem im Verbund mit anderen gesellschaftlichen Akteuren beeinflusst.

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