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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Andreas Ette und Kerstin Ruckdeschel (2007)

Die Oma macht den Unterschied! Der Einfluss institutioneller und informeller Unterstützung für Eltern auf ihre weiteren Kinderwünsche

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 32, 1-2/2007, S. 51-72, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Die familienpolitische Diskussion der vergangenen Jahre in Deutschland ist davon geprägt, die Verfügbarkeit der öffentlichen Kinderbetreuung für Kleinkinder zu erhöhen. Die Politik verbindet mit den neuen Leistungen u. a. das Ziel, die Entscheidung für Kinder zu erleichtern. Empirische Untersuchungen für einen direkten Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit einer Kinderbetreuung und dem Kinderwunsch kommen allerdings zu widersprüchlichen Ergebnissen. Konzeptionelle Probleme der vorliegenden Arbeiten aufgreifend, werden insbesondere die Bedeutung und der Einfluss sozialer Netzwerke untersucht. Die zentrale Annahme des Beitrags geht davon aus, dass die Verfügbarkeit von sozialem Kapital – und damit die Möglichkeit, auf zeitliche, finanzielle und emotionale Ressourcen zurückgreifen zu können – einen positiven Einfluss auf den Wunsch nach weiteren Kindern hat. Der Beitrag zeigt, dass die Verfügbarkeit einer Kinderbetreuung einen positiven Einfluss auf den Kinderwunsch hat. Dabei kommt dem eigenen sozialen Netzwerk – und hier vor allem den Großeltern – im Vergleich zu institutionellen Hilfen, die größere Bedeutung für die weitere Familienplanung zu. Andererseits zeigen die Ergebnisse auch, dass öffentliche Kinderbetreuung als Ergänzung oder Ersatz zu informeller Betreuung jungen Familien bei der Verwirklichung ihrer Lebensziele helfen kann.

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