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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Frank Swiaczny (2006)

Regionale Bevölkerungsentwicklung in den Niederlanden

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 31, 3-4/2006, S. 613-642, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Die regionale Bevölkerungsentwicklung in den Niederlanden wurde im 19. und 20. Jahrhundert durch ein Spannungsfeld historischer Prozesse beeinflusst, die zu individuellen Entwicklungen führten und sich von der Situation in den europäischen Nachbarländern unterschieden. So weisen die Niederlande während langer Phasen eine sehr hohe Fertilität und entsprechend hohe Bevölkerungswachstumsraten auf. Das dicht besiedelte Land vervielfachte seine Bevölkerung von 1800 rund 2 Mill. auf 1900 über 5 Mill. und 2006 etwa 16,3 Mill. Einwohner. Ein Großteil dieser Bevölkerung lebt in verstädterten Gebieten, die Bevölkerung konzentriert sich in der hoch verstädterten Agglomeration der Randstad Holland mit den vier größten Städten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht. In den Niederlanden spielt die Raumordnungspolitik für die Siedlungsentwicklung und den Wohnungsbau eine außerordentlich bedeutende Rolle und beeinflusst so raumwirksame Bevölkerungsprozesse wie Binnenwanderung und Suburbanisierung. Der Beitrag erläutert die wichtigsten demographischen Trends in ihren historischen Verläufen und regionalen Differenzierungen vor dem Hintergrund der spezifisch niederländischen Rahmenbedingungen, präsentiert eine räumlich differenzierte Darstellung wichtiger demographischer Variablen nach den Corop-Regionen (NUTS-3) (deutsche Übersetzung: Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik-3) für das Jahr 2005 und bietet einen Ausblick auf die aktuelle regionale Bevölkerungsprognose für den Zeitraum bis 2025 des Statistischen Amts der Niederlande.

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