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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Uwe Neumann und Christoph M. Schmidt (2006)

Lichtblicke, aber keine Entwarnung – Ausmaß und Konsequenzen des demographischen Wandels im Ruhrgebiet

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 31, 3-4/2006, S. 443-468, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Jüngste Daten deuten eine mögliche Abflachung des negativen Trends der Bevölkerungsentwicklung im Ruhrgebiet an. Nach wie vor ist aber davon auszugehen, dass das Ruhrgebiet rascher als andere Regionen in Deutschland eine erhebliche Verschiebung in der Altersstruktur erleben wird. Da der wirtschaftliche und der demographische Wandel auch in Zukunft eng miteinander verwoben sein dürften, droht ohne ein erhebliches Gegensteuern durch regionale Leistungsträger aus Politik und Wirtschaft ein weiterer wirtschaftlicher Niedergang. Dieser Beitrag nimmt 1. eine Bestandsaufnahme vor und beleuchtet den bisher vollzogenen demographischen Wandel aus regionaler Sicht, diskutiert 2. aktuelle regionale Bevölkerungsprognosen und skizziert 3. die Chancen der demographischen Entwicklung aus Sicht der Region.
Erfolgreiche Wirtschaftsstandorte werden auch unter den Rahmenbedingungen des demographischen Wandels zu den "Gewinnern" im Wettbewerb um mobile, leistungsfähige Arbeitskräfte gehören. Bei erfolgreicher Bewältigung der anstehenden Herausforderungen kann sich im Ruhrgebiet ein "demographie-spezifisches Innovationspotential" entwickeln. Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Bestehen der kommenden Jahrzehnte sind (1) Abfederung des demographischen Wandels, (2) Nutzen veränderter Knappheiten und (3) Gestaltung relativer Knappheiten.

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