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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Franz-Josef Kemper (2006)

Internationale Wanderungen und ausländische Bevölkerung in Deutschland

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 31, 3-4/2006, S. 389-412, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Der Beitrag behandelt die regionalen Unterschiede der Außenwanderungen und der ausländischen Bevölkerung in Deutschland. Die internationalen Wanderungen waren bislang gekennzeichnet durch wellenartige Ströme von Zu- und Fortzügen, ein hohes Wanderungsvolumen und zahlreiche temporäre Migrationen. In einer Differenzierung nach Bundesländern wird ein Zusammenhang zwischen dem Anteil der temporären Migranten und der ökonomischen Prosperität nahegelegt. Seit der politischen Wende ist die Diversität der Migration deutlich angestiegen. Auf Grundlage der zuwanderungs- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen werden sechs Wanderungsgruppen unterschieden und ihre räumlichen Verteilungen innerhalb des Bundesgebietes thematisiert. Neben Konzentrationen auf der Basis aktueller wirtschaftlicher Dynamik werden Tendenzen von gleichmäßigen Verteilungen durch staatliche Zuweisungen und persistente Folgewirkungen früherer Migrationsphasen sichtbar. Die ausländische Bevölkerung ist vor allem in Städten und Agglomerationen überrepräsentiert. Neben West-Ost Unterschieden läßt sich ein seit der Gastarbeiterperiode überkommenes Süd-Nord-Gefälle beobachten. Für ausgewählte ausländische Nationalitäten werden schließlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Migrationsgeschichte Differenzierungen nach Siedlungsstruktur und nach Großräumen in Deutschland dargestellt.

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