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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Hansjörg Bucher und Claus Schlömer (2006)

Die regionalisierte Bevölkerungsprognose des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 31, 3-4/2006, S. 345-364, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Seit über 20 Jahren hat das räumliche Informationssystem des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR), die Laufende Raumbeobachtung, einen der Zukunft zugewandten Teil, die Raumordnungsprognose. Deren Erkenntnisziel besteht darin, Eckwerte der künftigen räumlichen Entwicklung zu schätzen. Zwei Teilmodelle befassen sich mit demographischen Größen, mit der Bevölkerung und den privaten Haushalten. Insbesondere die Bevölkerungsprognose steht in Ergänzung oder auch in Konkurrenz zu den Arbeiten anderer Prognostiker. Die BBR-Bevölkerungsprognose ist die einzige, die sowohl bundesweit flächendeckend als auch kleinräumig (auf Kreisebene) von Amts wegen durchgeführt wird. Gerade die räumliche Ausdifferenzierung war ein längerer Entwicklungsprozess, zu dem auch die technische Entwicklung und – durch diese bedingt – die breitere Datenbasis der amtlichen Statistik beitrugen. Die Ergebnisse verdeutlichen vor allem die räumliche Vielfalt des demographischen Wandels. Dessen Komponenten sind die Veränderung der Bevölkerungsdynamik, die Alterung und die Internationalisierung. Die BBR-Prognose konzentriert sich auf die beiden erstgenannten Aspekte. Mindestens für die nächsten beiden Jahrzehnte wird es – wie bisher auch schon – ein Nebeneinander von wachsenden und schrumpfenden Gemeinden und Regionen geben. Alterung wird überall stattfinden, wenngleich mit unterschiedlicher Intensität und mannigfachen Ursachen.

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