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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Nicholas B. Barkalov und Jürgen Dorbritz (2005)

Europäische Paritäts-Progressions-Muster – Ergebnisse des Fertility and Family Survey FFS

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 30, 2-3/2005, S. 175-218, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Anhand des Alters-Paritäts-Messmodells werden für 16 von 21 nationalen FFS-Datensätzen die periodenspezifischen Paritäts-Progressions-Quoten geschätzt, wobei die Referenzperiode jeweils die fünf der Erhebung vorausgehenden Kalenderjahre umfasst. Die restlichen fünf Datensätze werden aufgrund einer offensichtlichen Verzerrung nicht berücksichtigt. Zur Überprüfung der statistischen Zuverlässigkeit der Schätzungen werden analytische Ausdrücke für die Standardfehler abgeleitet und mittels eines Bootstrap-Resamplings numerisch ergänzt. Die vergleichende Untersuchung der so aufgestellten Paritäts-Progressions-Tabellen ergibt, dass die Kinderlosigkeit ein einzelnes, aber höchst wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist. Insbesondere ist eine niedrigere Kinderlosigkeit das, wodurch sich die ehemals sozialistischen Länder Osteuropas im Wesentlichen vom Rest Europas unterscheiden. Die Kinderlosigkeit einer synthetischen Kohorte bestimmt weitgehend deren Streuung nach endgültiger Parität, scheint aber nur einen geringen Zusammenhang mit den Paritäts-Progressions-Quoten zu einem zweiten oder dritten Kind aufzuweisen. Die angebotene Interpretation stellt eine Verbindung zwischen der Kinderlosigkeit und den vorherrschenden Einstellungen zur Heirat sowie der Art des Zusammenhangs zwischen Heirats- und Fertilitätsverhalten her.

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