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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Uwe Lebok und Karen Döring (2005)

Auswirkungen der demographischen Alterung auf Kaufverhalten und Markenbindung

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 30, 1/2005, S. 83-110, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISSN: 0340-2398

Obwohl die demographische Alterung ein bereits lange bekanntes Phänomen mit tief greifenden Veränderungen in Bevölkerung, Wirtschaft und Gesellschaft darstellt, haben bisher nur wenige Markenartikelhersteller und Werbeagenturen auf diese Entwicklung reagiert, die sich in Zukunft weiter verschärfen wird. Für die Markenartikel-Industrie wird sich der demographische Wandel gravierend auswirken, da auf der einen Seite mit der Illusion der ewigen Jugend geworben wird, auf der anderen Seite relativ mehr ältere Menschen Kaufentscheider werden. Für einige Produktkategorien und Marken werden diese demographischen Veränderungen von existenzieller Bedeutung sein. Am Beispiel der Kategorien Mineralwasser, Bier und Frauenzeitschriften werden aktuelle Entwicklungen und mögliche Trends auf der Grundlage eigener Simulationsberechnungen aufgezeigt. Die demographischen Veränderungen werden sich demnach zunehmend tief greifender und nachhaltiger auf die Markenbindung und das Konsumverhalten auswirken. Die Entwicklung der Kaufneigung der 50- bis 70-Jährigen wird für künftige Erfolge und Misserfolge einzelner Marken entscheidend sein. Die so genannten „Best Agers“ werden deshalb immer stärker in den Fokus marken- und markttechnischer Überlegungen und Konzeptionen geraten, demographische Entwicklungen spielen dabei eine große Rolle.

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