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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Liesbeth Heering (2001)

Erste Erkenntnisse aus einem Mehrländerprojekt zu den Determinanten der Migration

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 26, 3-4/2001, S. 367-375, Opladen: Verlag Leske + Budrich, ISSN: 0340-2398

Das Niederländische Interdisziplinäre Demographische Institut (NIDI) und das Statistische Amt der EU (Eurostat) haben im Auftrag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften die direkten und indirekten Ursachen und Mechanismen internationaler Migration in die Europäische Union (1994-1999) untersucht. Die Studie zielt darauf ein besseres Verständnis der Push- und Pull-Faktoren internationaler Migration aus einer international vergleichenden Perspektive heraus zu vermitteln. Die Ergebnisse sollen der Prognose künftiger Migration und als Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

Im Rahmen der Studie wurden sowohl in den Herkunftsländern (Ägypten, Marokko, der Türkei, Ghana, Senegal) als auch in den Zielländern internationaler Migranten (Spanien und Italien) Erhebungen zum Migrationsgeschehen durchgeführt. In Spanien wurden Migranten aus Marokko und dem Senegal befragt, in Italien Migranten aus Ghana und Ägypten. Die Sekundäranalyse in den Niederlanden umfasste türkische und marokkanische Migranten. Schwerpunktthemen der Befragung waren: Migrationsnetzwerke, die Rolle der Information, die wirtschaftlichen Lage vor der Migration und die Motive und Absichten im Zusammenhang mit der Migration.

Der Vorteil des vorliegenden Forschungsansatzes besteht darin, dass die Erhebungen in verschiedenen Ländern durchgeführt wurden, und zwar sowohl in Herkunft- als auch Aufnahmeländern, mehr oder weniger im gleichen Zeitraum, und dass vergleichbare Erhebungsinstrumente verwendet werden. Die erhobenen Daten bieten somit zahlreiche Möglichkeiten zur Analyse spezieller Themen.

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