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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Charlotte Höhn (2000)

Demographische Probleme des 21. Jahrhunderts aus deutscher Sicht

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 25, 3-4/2000, S. 375-398, Opladen: Verlag Leske + Budrich, ISSN: 0340-2398

Aus deutscher Sicht stehen die Konsequenzen der demographischen Alterung einerseits und die Fragen von internationaler Migration und Integration der Zugewanderten andererseits auf der Tagesordnung der Zukunft. Während sich die Politiker geeigneten Reformen und Maßnahmen als Korrektiv unerwünschter Konsequenzen widmen müssen, ist es Aufgabe der Bevölkerungswissenschaftler, einschlägige Analysen und Modelle zur Politikberatung weiterhin und verstärkt vorzulegen.

Ausgehend von einem demographischen Rückblick in das 20. Jahrhundert mit einer Analyse des bisherigen und zukünftig zu erwartenden (niedrigen) Geburtenniveaus, der Zunahme der Lebenserwartung, der bisherigen und verschiedenen Annahmen zur zukünftigen Wanderungsentwicklung von Ausländern und Deutschen und des daraus resultierenden Altersaufbaus wird festgestellt, dass Einwanderung bestenfalls zukünftig eventuell auftretende Ungleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt ausgleichen, nicht jedoch die Bevölkerungsalterung verhindern kann.

Zu den Problemen hinsichtlich der Konsequenzen der demographischen Alterung gehören

  • Reformmaßnahmen im Bereich der Sicherung der Alterseinkommen unter Wahrung einer Generationengerechtigkeit
  • Reformmaßnahmen hinsichtlich des Gesundheitswesens und der Krankenversicherung
  • Reformmaßnahmen zur Pflege unter Berücksichtigung sich wandelnder Familien- und Lebensformen

Hinsichtlich von Migration und Integration sind zu bedenken

  • unterschiedliche Gründe der Einwanderung aus deutscher Sicht (humanitäre, ökonomische und verfassungsrechtliche) wie auch der Einwanderungswilligen (bessere Aussichten auf Arbeit und soziale Absicherung, aber auch Schutz vor Verfolgung, (Bürger)Kriegen und Umweltkatastrophen als in den Herkunftsländern)
  • Maßnahmen zu einer gelungenen wirtschaftlichen und sozialen Integration.

Eine Reihe der möglichen Optionen werden diskutiert.

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