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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Thomas Büttner (2000)

Die Alterung der Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 25, 3-4/2000, S. 441-458, Opladen: Verlag Leske + Budrich, ISSN: 0340-2398

Die demographische Transition zu niedriger Fertilität und niedriger Sterblichkeit „produziert“ weitreichende Auswirkungen auf die Alterszusammensetzung der Bevölkerungen. Zunächst bewirkt der typische Verlauf der demographischen Transition eine Verjüngung der Bevölkerungen: durch den Rückgang der Sterblichkeit insbesondere bei den jüngeren Altersgruppen steigt die Zahl der überlebenden Kinder. Damit erhalten jüngere Altersgruppen mehr Gewicht und die Bevölkerungen werden tendenziell jünger. In späteren Phasen der demographischen Transition haben dann sowohl Fertilitätsrückgang und Sterblichkeitsreduzierung gemeinsam den umgekehrten Effekt einer Alterung der Bevölkerung. Die Dynamik der Alterungsprozesse wird anhand dreier großer Altersgruppen dargestellt: Kinder (Personen im Alter unter 15 Jahren), Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 60 Jahre alt) und Ältere (60 Jahre und älter). Die verwendeten demographischen Daten sind der 1998er Revision der „World Population Prospects“ (United Nations 1999a, 1999b, 2000a) sowie den darauf aufbauenden Langzeitprojektionen (United Nations 2000b) entnommen. Die demographische Transition bewirkt, dass demographische Unterschiede zwischen den Ländern der Erde – zumindest zeitweilig – dramatisch zunehmen, weil der Beginn und die Dauer des Übergangs von hoher zu niedriger Fertilität und Sterblichkeit von Land zu Land variieren und sich deshalb zu jedem gegebenen Zeitpunkt Länder auf verschiedenen Stufen des demographischen Überganges befinden. Deshalb zeigt auch der Anteil älterer Personen an der Bevölkerung eine Tendenz zunehmender Ausdifferenzierung.

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