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Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Link zur Startseite)

Karla Gärtner (2000)

Der Lebenserwartungssurvey des BiB: Konzeption und erste Ergebnisse

In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 25, 2/2000, S. 217-234, Opladen: Verlag Leske + Budrich, ISSN: 0340-2398

1998 gab das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung bei der I+G Gesundheitsforschung GmbH (vormals: Infratest Epidemiologie und Gesundheitsforschung) im Rahmen seines Projektes „Lebensstile und ihr Einfluss auf Gesundheit und Lebenserwartung“ eine Erhebung in Auftrag, die unter dem Titel „Leben + Gesundheit in Deutschland" durchgeführt wurde. Unter diesem Titel lief bereits in den Jahren 1984 bis 1986 der erste Nationale Gesundheitssurvey, der wesentlicher Bestandteil der Deutschen Herz-Kreislauf-Präventionsstudie war. In späteren Jahren gab es weitere Erhebungen zu diesem Themenkomplex, in die in den Jahren 1991/92 erstmals auch die neuen Bundesländer einbezogen wurden. Bei all diesen Surveys handelte es sich um Querschnittserhebungen, die jeweils auf einer neuen repräsentativen Stichprobe basierten und bei denen zum Teil auch medizinische Untersuchungen durchgeführt wurden.

Die Arbeitsgebiete des BiB liegen jedoch nicht im medizinischen Bereich, daher sollte die neue Erhebung auch einen anderen Schwerpunkt erhalten. Ausgehend von bisherigen Ergebnissen aus der Mortalitätsforschung und den Fragen nach der gesundheitlichen Lage einer immer älter werdenden Bevölkerung sollten Faktoren im Mittelpunkt stehen, die einen Einfluss auf die Lebenserwartung generell, speziell aber auch auf die „Lebenserwartung in Gesundheit“, also die sogenannte „aktive Lebenserwartung“ haben können. Aus diesem Grund wurde die angebotene Möglichkeit, die BiB-Erhebung als Wiederholungsbefragung der bei den früheren Untersuchungen beteiligten Personen durchzuführen, gerne aufgegriffen. Für Westdeutschland wurde hierzu als Basis der Survey von 1984/86 gewählt, da hier die Zahl der Befragten am größten war und aufgrund des relativ langen Zeitabstandes auch genügend Angaben zu bereits Verstorbenen gewonnen werden konnten.

Für Ostdeutschland ergab sich der Survey von 1991/92 als Basis. In Anlehnung an die Untersuchungsschwerpunkte des BiB wurden die Ausgangsfragebögen etwas verändert, rein medizinische Details entfielen und wurden durch Fragen zur allgemeinen Lebenslage und familiären Situation ersetzt. Des weiteren wurde die Zahl der Befragten auf Angehörige der Jahrgänge 1952 und früher begrenzt.

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Projekt- und Auswertungskonzeption sowie der Struktur des verfügbaren Datenmaterials. Abschließend werden einige erste Ergebnisse vorgestellt.

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